Letzte Beute
Die Barhocker der Hotelbar waren mit falschem Leopardenfell bezogen. Seinen Martini, die Belohnung für den nicht ganz sauberen, aber erfolgreichen Vertragsabschluss in dieser Stadt, trank er genussvoll. Er fand, dass Raubtierprints im Allgemeinen eine gewisse Doppeldeutigkeit innewohnte. Besonders auf Damenblusen- oder Kleidern einer besonderen Spezies Frau, wirkten sie wie der verzweifelte, weil ultimativ letzte Versuch männliche Beute zu schlagen. Derart in Gedanken vertieft, erkannt er zu spät, dass genau solch ein letzter Versuch mit gebleckten Zähnen direkt auf ihn zusteuerte. Ihn bereits erreicht hatte. "Hellou", raunte der Panther und rote Krallen umschlossen seine Kniescheibe.
Sonntag, 8. Februar 2015
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Über mich
- Briefe vom Küchentisch
- Ich schreibe Geschichten. Und das meistens am Küchentisch. Über Themen rund um den Küchentisch. Kinder, Szenen einer Ehe, Intrigen, wunderbares und erstaunliches, schäbiges, abtrünniges, erbauliches, schaurig schönes, manchmal auch über einen kleinen Mord. Wie das eben so ist im Leben.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen