Stille Nacht in Hinterschwarmbeck
Stihille Nacht, hailige Nacht, aaales schläft, ainsaam waacht …
… die Bäuerin, der Bauer ist durchs Dach gekracht.
Dienstag, 28. Dezember 2010
Krimi To Go
Überraschung
Sie würde dieses Jahr das Geschenk sein. Die rote Schleife zwickte ein wenig in der Taille. Nackt auf Tannenzweigen zu liegen war keine Einrichtung für die Ewigkeit, aber außergewöhnliche Ideen erforderten eben außergewöhnlichen Einsatz. Aus der Küche klang geschäftiges Rumoren. Gott sei Dank kochte er nur zu Weihnachten, denn die Küche würde anschließend einer Grundsanierung bedürfen.
„Kommst Du Schatz?“
Die Zweige bohrten sich allmählich in ihre Wirbelsäule.
„Bin schon daha“, flötete er.
Die Tür sprang auf und einundzwanzig Stimmen riefen: „Überraschung“. Eltern, Schwiegereltern, Geschwister und die Kinder, alle, alle waren sie gekommen. Sogar Bosco, der Boxermischling war dabei. Die fröhlichen Gesichter erstarrten zu Blitzeis. Bosco bellte.
Sie würde dieses Jahr das Geschenk sein. Die rote Schleife zwickte ein wenig in der Taille. Nackt auf Tannenzweigen zu liegen war keine Einrichtung für die Ewigkeit, aber außergewöhnliche Ideen erforderten eben außergewöhnlichen Einsatz. Aus der Küche klang geschäftiges Rumoren. Gott sei Dank kochte er nur zu Weihnachten, denn die Küche würde anschließend einer Grundsanierung bedürfen.
„Kommst Du Schatz?“
Die Zweige bohrten sich allmählich in ihre Wirbelsäule.
„Bin schon daha“, flötete er.
Die Tür sprang auf und einundzwanzig Stimmen riefen: „Überraschung“. Eltern, Schwiegereltern, Geschwister und die Kinder, alle, alle waren sie gekommen. Sogar Bosco, der Boxermischling war dabei. Die fröhlichen Gesichter erstarrten zu Blitzeis. Bosco bellte.
Mittwoch, 15. Dezember 2010
Krimi To Go
Jake
Mein Name ist Jake. Nicht Schneider, Schuster oder sonst wie. Einfach Jake. Bin bekannt hier im Viertel. Manche sagen „Big Jake is watching you“. Oh yeah Baby. Das tue ich. Ich halte meine Ecke sauber. Rotte das Ungeziefer aus. Mit Stumpf und Stiel. Mich nennt niemand einen Weberknecht. OK? So long Sugar, muss los. Ich seh´dich.
Mein Name ist Jake. Nicht Schneider, Schuster oder sonst wie. Einfach Jake. Bin bekannt hier im Viertel. Manche sagen „Big Jake is watching you“. Oh yeah Baby. Das tue ich. Ich halte meine Ecke sauber. Rotte das Ungeziefer aus. Mit Stumpf und Stiel. Mich nennt niemand einen Weberknecht. OK? So long Sugar, muss los. Ich seh´dich.
Montag, 11. Oktober 2010
Der Ball
Der rote Ball fliegt durch den ozonblauen Himmel, das kleine Hundeherz fliegt mit. Den Ball, den Ball will er fangen. Sonst nichts. Er rennt so schnell er kann. Gleich hat er ihn, setzt zum Sprung an. Dumpf schlägt der Ball auf Holz. Ein erstauntes Quieken ist zu hören und der Hund ist vom Erdboden verschluckt.
„Gibt´s bei Haustierrettungen was extra?“, fragt Joubert. Nisbert zuckt mit den Schultern, zieht seine weißen Glacehandschuhe aus, legt den Zylinder ins Gras und klettert in das offene Grab.
„Gibt´s bei Haustierrettungen was extra?“, fragt Joubert. Nisbert zuckt mit den Schultern, zieht seine weißen Glacehandschuhe aus, legt den Zylinder ins Gras und klettert in das offene Grab.
Freitag, 8. Oktober 2010
Krimi To Go
Dialog unter Nachbarn
"Fußhupe", sagte der Eine.
"Hasso, fass!", befahl der Andere.
"Autsch", brüllte der Eine.
"Kommt davon", sagte der Andere.
"Fußhupe", sagte der Eine.
"Hasso, fass!", befahl der Andere.
"Autsch", brüllte der Eine.
"Kommt davon", sagte der Andere.
Sonntag, 9. Mai 2010
Krimi To Go
Das Böse
Seine Augen standen dicht beieinander, was seinem Blick etwas Stechendes verlieh. Ausgerechnet seine Mutter, der er diesen Umstand zu verdanken hatte, wiederholte diesen einen Satz, seit er denken konnte wie ein Mantra: „Du hast das Böse in dir“.
Er schlitzte sie auf, längs und quer - um zu sehen woher das Böse kam.
Seine Augen standen dicht beieinander, was seinem Blick etwas Stechendes verlieh. Ausgerechnet seine Mutter, der er diesen Umstand zu verdanken hatte, wiederholte diesen einen Satz, seit er denken konnte wie ein Mantra: „Du hast das Böse in dir“.
Er schlitzte sie auf, längs und quer - um zu sehen woher das Böse kam.
Freitag, 12. März 2010
Krimi To Go
Nichts ist, wie es scheint
Eine kleinwüchsige alte Frau stand vor dem Schaufenster des Supermarktes. Ein Mann, aus dessen Gesicht Bartstoppeln wie Eibennadeln aus rosafarbener Marzipanmasse hervorragten, wippte nervös auf den Fußballen. Die Hosentaschen seines Trilobalanzuges waren ausgebeult. Er sagte zu der Frau: „Haben die Altenfänger dich übersehen, oder war im Gruselkabinett ein Mauseloch undicht?“ Dazu lachte er keckernd.
Die kleine Frau sagte nichts. Sie ließ einen dünnen Speichelfaden über ihr Kinn laufen.
Der Mann betrat das Geschäft. Als er sich die Sturmhaube aus der einen Hosentasche zog und die Pistole aus der andern, griff die kleine Frau in ihren geblümten Einkaufsbeutel und rief ihren Exkollegen an. Sie wusste, dass sein Wagen hier um die Ecke stand. Schließlich war sie bis vor Kurzem seine Chefin gewesen.
Eine kleinwüchsige alte Frau stand vor dem Schaufenster des Supermarktes. Ein Mann, aus dessen Gesicht Bartstoppeln wie Eibennadeln aus rosafarbener Marzipanmasse hervorragten, wippte nervös auf den Fußballen. Die Hosentaschen seines Trilobalanzuges waren ausgebeult. Er sagte zu der Frau: „Haben die Altenfänger dich übersehen, oder war im Gruselkabinett ein Mauseloch undicht?“ Dazu lachte er keckernd.
Die kleine Frau sagte nichts. Sie ließ einen dünnen Speichelfaden über ihr Kinn laufen.
Der Mann betrat das Geschäft. Als er sich die Sturmhaube aus der einen Hosentasche zog und die Pistole aus der andern, griff die kleine Frau in ihren geblümten Einkaufsbeutel und rief ihren Exkollegen an. Sie wusste, dass sein Wagen hier um die Ecke stand. Schließlich war sie bis vor Kurzem seine Chefin gewesen.
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Über mich
- Briefe vom Küchentisch
- Ich schreibe Geschichten. Und das meistens am Küchentisch. Über Themen rund um den Küchentisch. Kinder, Szenen einer Ehe, Intrigen, wunderbares und erstaunliches, schäbiges, abtrünniges, erbauliches, schaurig schönes, manchmal auch über einen kleinen Mord. Wie das eben so ist im Leben.