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Donnerstag, 5. Dezember 2013

Weihnachten 2013




Der 24 Dezember 2013, 17:00 Uhr, Aufwärmstube der Bielefelder Bahnhofsmission.

„Ho, ho, ho, schaut mal wer da kommt – das Christkind! Was machst du denn hier?“
„Frag nicht so scheinheilig St. Klaus. Der Chef hat mich gefeuert, genau wie dich.“
 „Oh, jeh, das tut mir leid. Dann brauchst du mich ab jetzt auch nicht mehr St. Klaus zu nennen, oder Weihnachtsmann. Ich heiße Stefan. Einfach Stefan Klaus. Prost.“
Ihre mit Früchtetee und einem heimlichen Schuss Rum gefüllten Tassen stießen hart aneinander.

Währenddessen sirrten drei Drohnen (Melchior, Balthasar und Kaspar) eines großen Internetanbieters  über die Dächer der Stadt und warfen Geschenke ab.

Montag, 1. Juli 2013

Krimi To Go



Reden ist Silber


„Ach hallo Frau Grün, wir haben uns ja lange nicht mehr gesehen! Sie sehen blass aus. Ja im Alter, da ist alles nicht mehr so, wie es mal war.“

„Ich, äh …“

„Ja, ja ich weiß. Man kann ja froh sein, wenn man einigermaßen gesund ist. Also ich habe Rücken. RÜCKEN sage ich Ihnen. Seit einer Woche schon, aber einkaufen, muss man ja. Macht ja sonst keiner. Kennen se ja. Haben se schon das von der Moll gehört? Ne, wenn man das hört, dann kann man aber so was von froh sein, dass man bloß Rücken hat.“

„Wir sollten jetzt aber wirklich …“

„Stottern Sie neuerdings? Ich kenne da einen ganz hervorragenden Logopäden. Her-vor-ragend!!! Der bringt sogar Tupperdosen zum sprechen. Sie sollten sich einfach entspannen und mehr für sich …“

ZACK

„Äh, was ich sagen wollte, der Laster. Der kam mir gleich so komisch vor, kein Fahrer in der Kabine, aber rückwärts rollen. Aber das wissen Sie ja auch schon.“

Dienstag, 9. April 2013

Dies und das

Paradoxum

Vordergründig betrachtet, hatte sie so etwas hintergründiges.

Mittwoch, 27. Februar 2013

Krimi To Go



Erdbeerfünf

„Hol mir doch bitte mal die Pantoffeln. Nein, nicht die, die anderen. Dir kann man ja im Gehen die Schuhe zubinden. Ja, stell sie da ab. Herrgott, wie langsam du geworden bist. Nein, nicht ins Bild laufen. Jetzt habe ich gar nicht gesehen, ob die Moderatorin einen BH anhatte.
Was soll ich denn mit Rotwein? Du weißt ganz genau, mittwochs trinke ich keinen Rotwein. Nimm ihn wieder mit.
Meine Güte, was werkelst du denn so lange in der Küche herum? Ah, Blaubeerpudding. Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn. Was schmeckt der denn so komisch? Am Erdbeerfünf liegt das? Wie oft habe ich dir schon gesagt, dass du nicht so nuscheln sollst. Lang-sam spre-chen! Wie bitte, E-605? Ja spinnst denn du? Du bist doch wirklich das aller…“


Weltlinger Tageblatt 12. 05. 2013
Traueranzeige
 
Unerwartet war sein Scheiden. So mitten im Satz des Lebens.
Wie unendlich still alles ohne ihn ist.
Eine stets ergebene Ehefrau

Sonntag, 10. Februar 2013

Wortspielerei

Eine Fliege liege fein in Feige ein.

*Der Satz besteht ausschließlich aus den Buchstaben von "fliegen".*

Sonntag, 27. Januar 2013

Krimi To Go

 Wechseljahre

Verlflixt, natürlich war die Geldbörse wieder ganz unten in der Tasche.
"Darf ich mal ganz kurz?". Ohne eine Antwort abzuwarten, kickte der junge Mann die Frau mit der Hüfte zur Seite, sodass sie strauchelte. Im letzen Augenblick konnte sie sich an einer großgewachsenen Frau im Fischgrätmantel festhalten .
Wenig später kramte sie  in ihrer Plastiktüte mit dem Emblem des teuersten Haushaltswarengeschäftes der Stadt. Warum nur schien sie, seit sie achtundvierzig Jahre alt geworden war, unsichtbar zu sein?

Sie trat dicht hinter den unhöflichen Rempler, der immer noch am Geldautomaten stand. "Darf ich mal ganz kurz. Bitte?", hauchte sie ihm ins Ohr. Und stieß ihm das sauteure, neue Käsemesser zwischen die Rippen.

Über mich

Mein Bild
Ich schreibe Geschichten. Und das meistens am Küchentisch. Über Themen rund um den Küchentisch. Kinder, Szenen einer Ehe, Intrigen, wunderbares und erstaunliches, schäbiges, abtrünniges, erbauliches, schaurig schönes, manchmal auch über einen kleinen Mord. Wie das eben so ist im Leben.