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Sonntag, 8. Februar 2015

Krimi To Go

Letzte Beute

Die Barhocker der Hotelbar waren mit falschem Leopardenfell bezogen. Seinen Martini, die Belohnung für den nicht ganz sauberen, aber erfolgreichen Vertragsabschluss in dieser Stadt, trank er genussvoll. Er fand, dass Raubtierprints im Allgemeinen eine gewisse Doppeldeutigkeit innewohnte. Besonders auf Damenblusen- oder Kleidern einer besonderen Spezies Frau, wirkten sie wie der verzweifelte, weil ultimativ letzte Versuch männliche Beute zu schlagen. Derart in Gedanken vertieft, erkannt er zu spät, dass genau solch ein letzter Versuch mit gebleckten Zähnen direkt auf ihn zusteuerte. Ihn bereits erreicht hatte. "Hellou", raunte der Panther und rote Krallen umschlossen seine Kniescheibe.

Krimi To Go

Ein ganz und gar alltäglicher Mord

Er genoss es, ihr die Haut ohne jede Betäubung abzuziehen. Und diese boshaften Augen sollten ihm nie wieder wieder sagen, was für ein Versager er war! Er stach sie aus.
Eine fast rauschhafte Freude erfasste ihn, als er sie vierteilte. Und obwohl ihm die Schweißperlen bereits auf der Stirn standen und ihn eine gewisse Mattigkeit ergriff, stieß er sie kurzerhand ins kochende Wasser.
Und stellte den Küchenwecker auf dreißig Minuten. Denn diese außergewöhnlich dicke Kartoffel würde eine längere Garzeit benötigen.

Über mich

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Ich schreibe Geschichten. Und das meistens am Küchentisch. Über Themen rund um den Küchentisch. Kinder, Szenen einer Ehe, Intrigen, wunderbares und erstaunliches, schäbiges, abtrünniges, erbauliches, schaurig schönes, manchmal auch über einen kleinen Mord. Wie das eben so ist im Leben.